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08.11.2013
Kategorie: Zeitungsberichte

Erlebnisreiches Wochenende in Partnergemeinde erlebt

Mottowochenende in Pinsdorf war voller Erfolg


Die fleißigen Helfer aus Altdorf mit den Veranstaltern und Bürgermeistern aus Pinsdorf

Kabarettist Marco Vogl (rechts) begeisterte nicht nur Pfarrassistent Mag. Gerhard Pumberger mit seiner „Voglperspektive“

Bei „Kaiserwetter“ hatten die beiden Jugendmannschaften viel Spaß

Altdorf.

Ganz in Zeichen der partnerschaftlichen Beziehungen stand kürzlich das Mottowochenende „Pinsdorf trifft Altdorf“, das von der Pfarre Pinsdorf unter Federführung von Pfarrassistent Mag. Gerhard Pumberger veranstaltet wurde. Neben einem Kabarettabend und einem Jugendfußballaustausch stand das Weißwurstessen des Partnerschaftsvereins Altdorf im Vordergrund.

Den Beginn des Veranstaltungsreigen machte der Altdorfer Kabarettist Marco Vogl am Freitag Abend im voll besetzten Pinsdorfer Pfarrsaal mit seiner „Voglperspektive“. Gleich zu Beginn brachte Vogl die Gäste mit Lachern auf seine Seite. So bot er der Pfarre Pinsdorf aufgrund ihrer angespannten Seelsorgersituation den Limburger Bischof als Aushilfe an, was aber wohl an den bescheidenen örtlichen Verhältnissen scheitern werde. Der Kabarettist verstand es in ausgezeichneter Weise auch komplexe Sachverhalte anschaulich und mitunter sehr einfühlsam den Zuhörern näher zu bringen und mit treffenden Pointen abzuschließen. So erklärte er die Hintergründe und Widersprüche eines sogenannten Spatenstichs zu Beginn von großen Baumaßnahmen. Vor allem die regionalen Unterschiede waren es, die Vogl aufzeigte und erklärte. Auch die Rathausverwaltung wurde aufs Korn genommen. So erzählte er von einer Beobachtung im Rathaus, dass ein Bediensteter es erst nach mehreren Versuchen wahr haben wollte, dass durch das Bedrucken der Rückseiten die Hälfte an Papier eingespart werden kann. Vergleichend mit Altdorfer Verhältnissen plädierte der Kabarettist auch für ein neues Feuerwehrgerätehaus im kleineren Ortsteil Wiesen.

Ebenso sollte ein kleiner Einblick in die humoristische Seite Bayerns gewährt werden. Der oberpfälzische Sprachkurs, bei dem das Publikum mit einbezogen wurden, wurde bejubelt. Ferner wurde die große Weltpolitik betrachtet. Der Vergleich mit der amerikanischen Politik, dass man es auch in Bayern gewohnt sei, von Schwarzen regiert zu werden, sicherte ihm lang anhaltenden Applaus. Mit einem Erlebnis aus seiner Kindheit wurde das Publikum schließlich emotional mitgenommen. So zeigte er an einem großen Bild, wie er als kleiner Junge im Fasching als Frosch verkleidet wurde, was ihn zutiefst traf.

Die F1-Jugendmannschaft der DJK Altdorf verbrachte das Wochenende in der Partnergemeinde und nutzte am Samstag die Gelegenheit zu einer sportlichen Begegnung. Nach mehreren gemeinsamen Trainingseinheiten mit der Jugendmannschaft der ASKÖ Pinsdorf wurde es ernst. Im „Länderspiel“ zeigten beide Jugendmannschaften überragende Leistungen und großen Teamgeist. So war nach einer torreichen Begegnung auch weniger das Endergebnis zugunsten der Altdorfer wichtig als vielmehr der freundschaftliche Umgang. Die beiden DJK-Trainer Armin Becker und Walter Kress bedankten sich bei Alois Maringer über die äußerst herzliche Aufnahme und Organisation sowie für die großzügige Bewirtung. So fiel es den Gästen auch nicht schwer, die Pinsdorfer Fußballjugend im nächsten Jahr zum DJK-Sportfest nach Altdorf einzuladen.

Am Sonntag Vormittag lud der Partnerschaftsverein Altdorf nach dem Gottesdienst in den Pfarrsaal zum Weißwurstfrühschoppen ein. Die fleißigen Helfer um den zweiten Vorsitzenden Michael Kapfhammer hatten alle Hände voll zu tun, um der Nachfrage nach frischen Altdorfer Weißwürsten und Brezen mitsamt bayerischem Weißbier nachzukommen. Von der Pfarre Pinsdorf wurde das Angebot um typische Mehlspeisen und Pfarrwein abgerundet. Dabei wurden die Mitglieder des Pfarrgemeinderates tatkräftig vom Verein der Freunde der Pfarre Pinsdorf unterstützt. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Sängerrunde Lindach sowie drei örtliche Musikanten mit einer Steierischen, Gitarre und Kontrabass.

Pfarrassistent und Initiator Pumberger freute sich deshalb über die gute Resonanz bei den Veranstaltungen. Im Mittelpunkt stand vor allem die Kommunikation zwischen den beiden Partnergemeinden. Die beiden Pinsdorfer Bürgermeister Dieter Helms und Christa Schiemel zeigten mit dem Besuch der Veranstaltungen den hohen Stellenwert der kommunalen Verbundenheit. Auch konnte der Grundstein für neue Aktivitäten zwischen den beiden Kommunen gelegt werden. Wilfried Böhmer als Sprecher der Altdorfer Gruppe plant im kommenden Jahr vom 25. bis 27. April in Pinsdorf eine Ausstellung von Altdorfer Künstlern. Das Wochenende war ein voller Erfolg, resümierte der zweite Vorsitzende Michael Kapfhammer. Die Lebendigkeit der kommunalen Partnerschaft wurde wiederum eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

 

Bericht von MK