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20.07.2014
Kategorie: Zeitungsberichte, Reisebrichte
Von: Michael Kapfhammer

Freundschaft soll wachsen wie ein Baum

Altdorfer Delegation anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Partnerschaft in Pinsdorf


Zum Jubiläum pflanzten die Gäste eine Säulenhainbuche.

Die drei Bürgermeister mit den beiden Vereinsvorsitzenden bei der Siegerehrung

Die Wettkämpfe forderten bei den Bürgermeistern Helms und Maier auch Geschicklichkeit.

Die Gäste genossen die schöne Aussicht auf dem Grünberg.

 

Altdorf.

Eine große Abordnung des Marktgemeinderates sowie des Partnerschaftsvereins verbrachten das vergangene Wochenende in der oberösterreichischen Partnergemeinde Pinsdorf, um dort das zehnjährige Jubiläum der kommunalen Partnerschaft zu feiern. Dabei wurde auch der sportliche Vergleich zwischen den beiden Gemeinden sowie der zweiten Altdorfer Partnergemeinde San Vito di Leguzzano gesucht. Zur Erinnerung pflanzten die Altdorfer einen Baum. Am Sonntag genoss man bei einem gemeinsamen Ausflug die Aussicht vom Grünberg.

Mittlerweile besteht die Gemeindepartnerschaft von Altdorf mit Pinsdorf seit zehn Jahren. Bereits viele Jahre zuvor gab es schon regelmäßige Kontakte verschiedener Vereine und Gruppen beider Gemeinden. Der im Jahr 2000 gegründete Partnerschaftsverein Altdorf verstärkte unter seinem damaligen Vorsitzenden Günther Fuchs die Kontakte. Die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde durch die damaligen Bürgermeister Josef Sehofer und Dieter Helms erfolgte schließlich in Altdorf am 17. Juli 2004 im Rahmen der Markterhebung.

Die Gemeinde Pinsdorf lud die Altdorfer deshalb ein, um dieses Jubiläum gebührend zu feiern. Aus Altdorf reisten eine Delegation des Marktgemeinderates um Bürgermeister Helmut Maier und Bürgermeister a.D. Josef Sehofer sowie Vorstandsmitglieder und Vereinsmitglieder des Partnerschaftsvereins um die beiden Vorsitzenden Eva Strasser und Marktgemeinderat Michael Kapfhammer an.

Eine besondere Freude war es, dass auch eine stattliche Abordnung aus der zweiten Altdorfer Partnergemeinde San Vito di Leguzzano aus der Region Venetien in Oberitalien nach Pinsdorf anreiste. Die Gruppe wurde angeführt vom neu gewählten Bürgermeister Umberto Poscoliero mit Ehefrau Carla sowie seinem Amtsvorgänger Antonia Dalle Rive mit Ehefrau Laura, die auch die sprachliche Verständigung übernahm.

Am Samstag wurde nach einem gemeinsamen Mittagessen der mitgebrachte Baum, eine Säulenhainbuche, im Zugangsbereich der neu gebauten Kinderkrippe gepflanzt. Mit tatkräftiger Unterstützung der Marktgemeinderäte und Gartenbauer wurde der Baum fachmännisch gesetzt. Marktgemeinderat und Vorsitzender des Eugenbacher Gartenbauvereins, Georg Nirschl, fertigte eine Gedenktafel an. Außerdem wurde in das Pflanzlich eine Urkunde mit der Unterschrift aller Teilnehmer beigegeben. Helmut Maier betonte, dass der Baum als sichtbares Zeichen der Partnerschaft diene. So wie der Baum in den nächsten Jahren wachsen soll, soll auch die Gemeindepartnerschaft weiter wachsen.

Als nächstes standen sportliche Wettkämpfe an. Im Plattlschießen, Dart und Schubkarrenrennen gaben die Teilnehmer der drei Gemeinden alles, so dass es letztendlich nur Sieger gab. Bei der abendlichen Siegerehrung überreichte der gastgebende Bürgermeister Dieter Helms allen drei Mannschaften einen Ehrenpokal sowie ein handgefertigtes Tischbanner zur Erinnerung. In seiner Festansprache erinnerte Bürgermeister Dieter Helms an das Attentat  auf den österreichischen Kaiser Franz Ferdinand vor genau 100 Jahren, das den Grundstein für die beiden Weltkriege legte. Mit der Europäischen Union solle das dauerhafte Friedensprojekt Europa verwirklicht werden. So fanden im Kerngebiet der EU seit 1945 keine Kriege mehr statt. Er wies aber auch darauf hin, dass unweit der österreichischen Grenze bis vor kurzem Krieg geführt wurde. Es werde viel über die EU geschimpft und genörgelt und es müsse auch ständig an Verbesserungen gearbeitet werden. Aber letztendlich sei die EU der Garant für einen ständigen Frieden in Europa und das Beste was den Bürgern passieren konnte, konstatierte Helms. Dies unterstrich er noch mit dem abgewandelten Sprichwort:  „Der Frieden ist nicht alles, aber Alles ist nichts ohne Frieden!“ Ein Teil dieser Friedensidee sei die Errichtung von Partnerschaften, weil diese das Verständnis der unterschiedlichen Kulturen zueinander fördern und zu einem friedlichen Miteinander führen würden. Helms ging auf die Entwicklung der partnerschaftlichen Beziehungen ein, die dann im Jahr 2004 offiziell besiegelt wurde. Seither haben viele regelmäßige gegenseitige Besuche und gemeinsame Unternehmungen die Partnerschaft gefestigt. Besonders freue ihn, dass erstmals eine Gruppe aus San Vito nach Pinsdorf gekommen ist. Besonderen Dank sprach Helms an Michael Kapfhammer aus, der für dieses großartige und erfolgreiche Treffen wesentlich verantwortlich zeichnete. Als Zeichen des Danks für die überaus große Gastfreundschaft von Dieter Helms und seiner Ehefrau Rosemarie sowie der Vizebürgermeisterin Christa Schiemel wurde innerhalb der  Reisegruppe eine spontane Sammlung initiiert. Maier und Kapfhammer konnten einen stattlichen Betrag übergeben, den Helms für soziale Zwecke wie beispielsweise der Pinsdorfer Lebenswelt verwenden möchte.

Am Sonntag nutzte die Gruppe das ideale Wetter für einen besonderen Ausflug. Mit der erst vor wenigen Wochen neu eröffneten Seilbahn fuhr man auf den Grünberg. In nur wenigen Minuten brachte die Gondel die Besucher auf den 1.004 Meter hohen Gmundner Hausberg. Von dort genossen die Besucher die hervorragende Aussicht auf den Traunsee, den markanten Traunstein mit seiner Höhe von 1.691 Meter sowie die Bezirkshauptstadt Gmunden und natürlich auch Pinsdorf. Nach einem gemeinsamen Mittagessen brachen die Gäste zur Heimreise auf, mit der Absicht sich baldmöglichst wieder zu sehen und gemeinsame Aktivitäten zu unternehmen. Ein Wiedersehen steht schon an diesem Wochenende an, wenn doe Pinsdorfer in Altdorf zu Gast sind.