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13.06.2019
Kategorie: Zeitungsberichte

Vereinsreise unter dem Motto Natur und Musik

4-tägige Fahrt führte ins Waldviertel und Partnergemeinde Pinsdorf


Die Reisegruppe vor der Burg in Hardegg an der idyllischen Thaya

Bürgermeister Helmut Maier und zweiter Vereinsvorsitzender Michael Kapfhammer (links) tauschten mit dem Musikverein Pinsdorf im Beisein seiner beiden Bürgermeister Gastgeschenke aus

Altdorf.
Die diesjährige Vereinsreise des Partnerschaftsverein Altdorf führte in das niederöster-reichische Waldviertel und in die kommunale Partnergemeinde Pinsdorf. Dort pflegte man die intensiven Kontakte zur Gemeindeführung und dem Musikverein.
Bei der Anreise wurde zunächst Station gemacht in der Stadt Krumau an der Moldau, das bis zur Verstaatlichung im Jahr 1947 rund 20 Jahre von der Adelsfamilie Schwarzenberg regiert wurde, die dieser auch viel Prunk hinterließ. Die historische Altstadt wird seit 1992 als Kulturdenkmal auf der Liste des UNESCO-Welterbes geführt. Einzigartige Eindrücke boten auch das Schloss mit seiner Illusionsarchitektur sowie der idyllische Flusslauf. Eine weitere Unterbrechung bot das Zisterzienserstift Zwettl. Die Führung durch das Stift der Zisterzienser gab sogar einen Einblick in die Privatbibliothek der Mönche mit ihren über 27.000 Büchern und original erhaltenen Deskenfresken. Der zweite Reisetag führte in den Nationalpark Thayatal mit seiner besonderen und vielfältigen Flora und Fauna im Grenzgebiet zu Tschechien. In der kleinsten Stadt Österreichs mit 86 Einwohnern mit Erstwohnsitz erfuhren die Reiseteilnehmer auch viele Gegebenheiten über die Nähe zum damaligen Eisernen Vorhang. Eine Führung durch die rund 24.000 Einwohner große Stadt Krems an der Donau mit ihrem Steinernen Tor als Wahrzeichen rundete das Kulturprogramm ab. Der Tag klang harmonisch bei einem Heurigen aus.
Am Samstag führte die Reise bereits ein Stück heimwärts. Zunächst wurde das Kriminalmuseum in Scharnstein besichtigt. Die Besucher waren beeindruckt von den früheren Instrumentarien zur Wahrheitsfindung und Methoden zur Bestrafung. Einen großen Bogen in der Geschichte der Gendarmerie sowie durchaus grausame wie interessante Geschichten wusste das Besitzerehepaar kurzweilig zu erzählen.
Am Abend besuchte die Reisegruppe das Bezirksmusikfest des Musikverein Pinsdorf. Nach-dem das vergangene Jahr vom Neubau des Musikheims mit Probenraum geprägt war, wurde nun das 130-jährige Bestehen des Musikverein gebührend gefeiert. Interessiert verfolgten die Altdorfer die Marschwertungen der auftretenden Musikkapellen. Bereits am Vortag er-reichte der Musikverein Pinsdorf in der höchsten Stufe "E" eine hervorragende Auszeichnung, zu der Altdorfs Bürgermeister Helmut Maier und zweiter Vereinsvorsitzender Michael Kapfhammer Musikvereinobmann Wolfgang Böhm und Kapellmeister Hannes Doblmair im Beisein der beiden Pinsdorfer Bürgermeister Dieter Helms und Jochen Wölger herzlich gratulierten. Im Festzelt unterhielt die Gäste eine Blasmusikgruppe, die mit traditionellen sowie modernen anspruchsvollen Stücken aufwar-tete.
Bei traumhaften Reisewetter ging es am Sonntag schließlich über den Mondsee zurück. Nach einer Schifffahrt wurde die kleine Erlach Getreidemühle, die abseits in idyllischer Umgebung privat betrieben wird. Mit einer gemütlichen Biergarteneinkehr und vielen interessanten Eindrücken ging die vom zweiten Vorsitzenden Michael Kapfhammer organisierte Fahrt schließlich wieder nach Hause.