< Bei Freunden in Österreich
03.09.2017
Kategorie: Zeitungsberichte

Wien ist immer eine Reise wert

Vereinsreise führte nach Wien


Die Reisegruppe im Schlosspark vor dem Oberen Belvedere

Altdorf.
Im zweijährigen Turnus führt die Vereinsreise des Partnerschaftsverein
Altdorf nach Österreich. Nach dem Salzkammergut und dem Burgenland stand in
diesem Jahr die Hauptstadt Österreichs auf dem Programm. An den vier
erlebnisreichen Tagen erfuhren die Reiseteilnehmer viel Wissenswertes über
die Habsburger Monarchie. Außerdem schrieb Wien Geschichte, als durch den
Wiener Kongress in den Jahren 1814 und 1815 Europa nach Napoleon politisch
neu geordnet wurde. Dabei konnten aber nicht alle damals anstehenden
Konflikte gelöst werden. So musste die einstige Großmacht und Donaumonarchie
nach dem Ersten Weltkrieg auf große Gebiete verzichten, indem sich viele
Teilstaaten in Unabhängigkeit neu gründeten.
Der geführte Stadtspaziergang in Wien hatte sowohl viele imposante Bauwerke
wie die Hofburg als damalige Kaiserresidenz und den Stephansdom als auch
Denkmäler wie das von Kaiser Franz I. und das Maria-Theresien-Denkmal zum
Ziel. In der Karlskirche fuhren die Teilnehmer mit einem Luft bis unter die
Fresken und hatten somit eine einzigartige Perspektive auf die renovierten
Deckengemälde. Besonders interessant war die Besichtigung der Staatsoper,
die im Jahre 1869 eröffnet wurde und mit ihren 2.280 Plätzen eines der
bekanntesten Opernhäuser der Welt ist. Erstaunt war man, dass pro
Spielsaison rund 40 Stücke gespielt werden und dies einen enormen Aufwand in
der Bühnentechnik erfordert. Die weltweit durch ihr Neujahrskonzert
bekannten Wiener Philharmoniker rekrutieren sich dabei im Wesentlichen aus
den Mitgliedern des Staatsopernorchesters.
Am Abend durfte ein Heurigenbesuch nicht fehlen. Zunächst besichtigte die
Gruppe ein Weingut am erhöhten Stadtrand von Wien. Stolz erzählte der junge
Winzer, dass die gesamte Anbaufläche von 36 Hektar innerhalb der Wiener
Stadtgrenze liegt. Anschließend konnte man bei deftiger Kost die
eigenproduzierten Weine kosten. Vielen bislang unbekannt war der Wiener
Gemischte Satz. Für diesen Wein werden mehrere Rebsorten in einem Weingarten
zusammen angebaut und nach der gemeinsamen Lese auch gemeinsam gekeltert. Am
Sonntag stand das Schloss Belvedere mit seinen großzügigen Gartenanlagen auf
dem Programm. Im Inneren wurden der Gruppe wertvolle Gemälde berühmter
Künstler vorgestellt. Das wohl am bekannteste ausgestellte Werk ist der
"Kuss" von Gustav Klimt.
Die Hinfahrt wurde im Benediktinerkloster Stift Göttweig am Rande der
Wachau unterbrochen. Dieses wurde im Jahr 2000 als Teil der Kulturlandschaft
Wachau zusammen mit dem Stift Melk in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes
aufgenommen. Neben der Kaisertreppe beeindruckten die Deckenfresken mit
ihren optischen Täuschungen. Für die Heimreise hatte der Reiseleiter und
zweite Vereinsvorsitzende Michael Kapfhammer eine Einkehr in den
Stiftskeller von St. Florian bei Linz organisiert. Nach einem gelungenen und
kurzweiligen Ausflug bei bestem Reisewetter kehrten die Reiseteilnehmer
wieder wohlbehalten und mit vielen schönen Erinnerungen nach Altdorf zurück.